Leben und Lernen in der Natur

Was bedeutet es in dieser Welt Mensch zu sein?

Der Mensch ist das einzige Wesen der Erde das entscheiden kann. Es steht uns frei entweder in Kooperation oder in Konkurrenz zu leben. Wir können entscheiden, ob wir helfen oder ignorieren, aufbauen oder zerstören wollen. Wir entscheiden tagtäglich was wir essen, trinken und womit wir uns beschäftigen. Mit wem wir uns treffen, telefonieren, kommunizieren. Wir entscheiden was wir kaufen, brauchen, konsumieren. Alles hat eine Wirkung – jetzt und für die kommenden Generationen. Hier, wo wir leben, aber auch auf der anderen Seite der Welt.

Wir wollen Verantwortung übernehmen!

Für das, was wir tun, aber auch für das, was wir nicht tun. Wir wollen unsere wahre Natur leben. Wir wollen wieder ein wertvoller Teil der Natur sein und uns dementsprechend verhalten. Wir wollen einen wertvollen Beitrag in der Gesellschaft leisten. Unser Mensch-Sein in den Dienst des großen Ganzen stellen.

Wir wollen unser Potential entfalten und damit Weltgestalter*innen sein. Jedes Individuum, das sein Potential entfaltet, ist ein wertvoller Teil einer Gemeinschaft. Jede Gemeinschaft die dies tut ist ein wertvoller Teil des großen Ganzen.

Projekt “Leben und Lernen in der Natur”

Es soll ein Lebensraum in der Natur entstehen in dem Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen ein nachhaltiges, gemeinschaftliches Erleben und Lernen in der Natur praktizieren. Eingebettet in die umgebenden Naturkreisläufe von Tieren und Pflanzen, inmitten der westlichen Industriegesellschaft.

Die vorhandenen Rückzugsräume von Wildtieren und -pflanzen in der Umgebung sollen einerseits bewahrt und wertgeschätzt werden, andererseits aber auch für die Menschen zur Beobachtung geöffnet werden. Die dort vorhandenen Kreisläufe und Gesetzmäßigkeiten sollen erkannt und verstanden werden, um sie in Permakulturgärten nachzugestalten. So können natürliche Lebensräume wiederaufgebaut werden, in denen sich Wildpflanzen und Kulturpflanzen sinnvoll ergänzen und gegenseitig unterstützen. Konsequent weiter gedacht können diese Gesetzmäßigkeiten auch ein Modell für das nachhaltige Zusammenleben in Gemeinschaften bilden.

Basis für das Projekt ist eine biologische Landwirtschaft nach den Richtlinien der Permakultur. Dabei soll mit Gemüseanbau in Teilselbstversorgung gestartet werden.  Auf Flächen, die bisher als Monokulturen mit Kunstdünger und Pestizideinsatz auf maximalen Ertrag getrimmt waren, können mittels sukzessivem Humusaufbau und anderen Revitalisierungsmaßnahmen, in etwa sechs Jahren, Vielfalt und Lebendigkeit entstehen. Ein stabiles natürliches System entsteht, wo eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenorganismen ein ökologisches Gleichgewicht finden und je nach den sich veränderten Umständen in der Umgebung immer wieder neu herstellen.

In weiterer Folge können in Übereinstimmung mit der lokalen Bevölkerung und den zuständigen Behörden auch leichte Behausungen entstehen, in denen das erworbene Wissen weitergegeben werden kann und auch Gäste mehrtägiger Veranstaltung nächtigen können. Dabei könnte beispielsweise eine leichte Struktur aus flexibel beweglichen Objekten wie Wohnwagen und Tiny Houses zum Einsatz kommen.

Das Vorhandene soll wertgeschätzt und eingebunden werden. Die neue Gemeinschaft soll integraler Bestandteil der bereits bestehenden und organisch gewachsenen Gesellschaft sein. Dort vorhandene Erfahrung soll integriert werden, selbst gewonnenes Wissen dorthin weitergegeben werden.

„Das gute Leben ist inspiriert durch Liebe und geführt durch Wissen.“
~ B. Russel

 Realistisch gesehen steht die Gesellschaft mit ihrem derzeitigen Lebens- und Wirtschaftssystem am Rand des Abgrundes. Wenn wir für die nächsten Generationen denken, werden wir als Menschheit nicht ohne Initiativen wie diese auskommen können.

Unsere Aufgabe ist es, Jugendlichen wieder eine Perspektive zu geben und Lösungen für ein gutes Leben für alle aufzuzeigen. Die Antwort auf die Hoffnungslosigkeit im Angesicht einer Gesellschaft, die sich ihre eigene Lebensgrundlagen sukzessive zerstört, muss nicht in Rebellion und Demonstrationszügen bestehen. Jugendliche können, wenn sie erst einmal wirklich mit der Natur in Kontakt gekommen sind,  konstruktiv arbeitende Wegbereiter für die nächsten Generationen sein.

Was ist dein Beitrag zu einer besseren Welt?

Am Achillea Hof im südlichen Waldviertel entsteht gerade eine Kleingemeinschaft die diese Werte  leben möchte. Wir sind gerade im Aufbau und freuen uns rießig über Menschen die Kraft und Kreativität einbringen wollen. 2-3 Woofer können in den Sommermonaten bei uns mitleben und den Start in eine neue Erde mitgestalten.