Johanniskrautbusch’n

Die Sonnenwende ist nicht nur eine besonderere Zeit, wo der Tag kein Ende nimmt, sondern auch der Zeitpunkt wo man in den Alpen den Sonnwendbusch’n bindet. Er soll vor Blitz und Unwetter, Haus und Scheune, Mensch und Tiere, vor Krankheit und Unheil schützen. Von Gegend zu Gegend manchmal schon von Dorf zu Dorf waren die Anzahl und die Kräuter unterschiedlich. Jedes Kraut hat so seine eigene Botschaft und wir sammeln meist einen Buschen aus 7 oder 9 Kräutern unserer heimischen Wiesen und Waldlichtungen. Schau mal wer dich da draußen ruft, und einladet seine Kraft und Botschaft mit dir zu teilen.

Johanniskraut – der Lichtbringer

Kamille – die beruhigende Heilerin

Quendel –  der wilde Thymian

Beifuß – der Spezialist für alle Räucherungen

Ringelblume – fröhliche Heilbringerin

Holunder – der Baum mit vielen Gesichtern

Margerite – die Wahrsagerin

Schafgarbe – Allheilkönigin

Gundelrebe – die Schutzpflanze klein und fein aber stark

Eichenlaub, Zittergras, Roter Klee, Frauenmantel, Klette, Wollgras, Eisenkraut, Heilziest,…

Baum Knospen – Naschen

Die Knospen der Bäume sind voller vitaler Lebensenergie. Im Frühling fließt die Kraft des Mutterbaumes in die Sprossen und erbaut wahrlich ein Feuerwerk aus Nährstoffen und Vitalkraft. Jäger und Sammler naschten so im Vorbeigehen eine Knospe und dort ein frisches junges Blatt, . Seit dem Neolithikum haben aber auch die sesshaften Kulturen eine lebendige Baumwirtschaftskultur entwickelt. Im Alpenraum ist bis heute die Nutzung der jungen Triebe als nährstoffreiches Viehfutter erhalten geblieben.

Was uns nährt und heilt, ist das Licht in den lebendigen Zellen der Pflanzen. Und Knospen sind energiereich.

Wir essen gerne die jungen Knospen der Linde, die durch ihre lieblichen etwas schleimige Geschmack gut geeignet sind mit der ungewohnten Kost zu beginnen. Auch Buche, Ahorn, und Birke  schmecken gut. Eiche, Holler, Hasel und Kirsche haben einen sehr eigenen Geschmack, der etwas gewöhnungsbedürftig ist. Lärche, Fichte und Tanne kann man gut zum Würzen für Frischkäse verwenden und Erle, Schwarzpappel, Weißdorn, und Schlehen sind eine gute Nascherei beim Waldbaden.

Literaturempfehlung:

M. Machatschek Nahrhafte Landschaft, Knospen Gabriela Nedoma

 

 

Praktische Tipps

…coming soon…

Wir, das Team vom Wilden Leben, möchten euch unter dieser Rubrik, in Zukunft, viele praktische Tipps mit auf den Weg geben. Es wird eine bunte Mischung aus Übungen, Tipps, Erfahrungen, Gedanken, Wissen, Philosophisches usw. werden.

Wir freuen uns, wenn ihr regelmäßig vorbeischaut!

Euer Team vom Wilden Leben!